Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Thursday, 23-May-2013 15:43:33 CEST
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Biomaterialien für die Regenerative Medizin

Das Programm Regenerative Medizin im Forschungsbereich Gesundheit der Helmholtzgemeinschaft steht im Mittelpunkt der Arbeiten am Standort Teltow des Instituts für Polymerforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Die Regenerative Medizin befasst sich im weitesten Sinne mit der Wiederherstellung funktionsgestörter Zellen, Gewebe und Organe sowohl durch den biologischen Ersatz, z. B. mit Hilfe in vitro gezüchteter Gewebe, wie auch durch die Stimulation körpereigener Regenerations- und Reparaturprozesse.

Zurzeit wird ein umfangreiches Kooperationsnetzwerk Regenerative Medizin aufgebaut, das einen engen Kontakt mit weiteren Forschungseinrichtungen, Kliniken und Industrie etabliert. Dadurch können materialwissenschaftliche Grundlagen sehr gut in die klinische Praxis überführt werden. Das Institut bringt die Biomaterialforschung von der Neuentwicklung bis zur Produktion von Kleinserien in das Kooperationsnetzwerk ein.

Die Kernkompetenz des Instituts für Polymerforschung besteht in der Entwicklung bioabbaubarer und biostabiler Materialien und deren Verarbeitung zu Fasern, Folien, Membranen und porösen Strukturen aus Lösung oder Schmelze. Die entwickelten Materialien werden auf ihre Toxizität und Bioverträglichkeit getestet. Zu den innerhalb des Forschungsthemas Biomaterialien erforschten Materialsystemen gehören biostabile, sowie synthetische, bioabbaubare Materialien, stimuli-sensitive Polymersysteme und biomimetische Materialmodifikationen.

Die entwickelten Biomaterialien werden vor allem für die Herstellung von Scaffolds (Gerüsten) für das Tissue Engineering von Geweben genutzt, um den Ersatz von krankem, verletztem, oder bei Operationen entferntem Körpergewebe durch gezüchtetes, funktionelles Gewebe zu ermöglichen.