Metallische Biomaterialien
Schraube aus Magnesium
Aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung und den wesentlich höheren Ansprüchen an Mobilität auch im hohen Alter kommt der Entwicklung von Knochen- und Gelenkersatzmaterialien eine wachsende Bedeutung zu. HZG entwickelt für diese Herausforderungen in zwei wichtigen Bereichen neuartige Technologien und Materialien: Titanlegierungen, die permanent im Körper verbleiben können, und Magnesiumlegierungen, die im Laufe der Zeit vom Körper abgebaut und durch körpereigenes Material ersetzt werden.
Fluoreszensmarkierte Zelle auf einer biomimetisch beschichteten Titanoberfläche. Die hellgrüne Farbe zeigt an, dass die Zelle Knochenproteine herstellt.
HZG besitzt hierfür neben der Material- und Prozessentwicklungskompetenz zusätzlich eine Expertise im Bereich der Zellverträglichkeitsstudien. Das ist die Basis für ein nachhaltiges Forschungskonzept von der grundlegenden Materialentwicklung und Eigenschaftsoptimierung bis hin zu Untersuchungen im Zelllabor und Tiermodel. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die für die Entwicklung der metallischen Biomaterialien notwendig ist, wird ergänzt durch die Möglichkeiten der Strukturuntersuchungen mit Neutronen- und Röntgenstreueinrichtungen. Hierdurch wird das Verständnis der Material- oder Korrosionseigenschaften durch mikroskopische Einblicke ergänzt.
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