Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Saturday, 11-Feb-2012 18:03:21 CET
http://www.hzg.de/institute/materials_research/structure/magic/corrosion_and_surface_technology/profile/index.html.de

Profil

Unter der Leitung von Dr.-Ing. Wolfgang Dietzel untersucht die Abteilung „Korrosion und Oberflächentechnik“ (WZK) die Mechanismen der Korrosion von Magnesium, entwickelt korrosionsbeständigere Magnesiumlegierungen und erarbeitet Korrosionsschutzkonzepte für Bauteile aus Magnesiumlegierungen.

Die Legierungsentwicklung geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Abteilungen Magesiumprozesstechnik und -knetlegierungen und dient dem Ziel, die Korrosionseigenschaften von Magnesiumwerkstoffen weiter zu verbessern; dabei sollen auch geeignete Recycling- und amorphe Magnesiumlegierungen entwickelt werden.

Die Arbeit an Korrosionsschutzkonzepten für Magnesiumbauteile umfaßt geeignete Vorbehandlungsverfahren, wie die Reinigung und Passivierung, sowie die Entwicklung neuartiger anorganischer und organischer Beschichtungen. Diese sollen dem Bauteil auch bei einer mechanischen Beschädigung noch einen ausreichenden Korrosionsschutz bieten. Sofern Magnesium für Implantate verwendet wird, soll durch die Beschichtung erreicht werden, daß sich ein Implantat im menschlichen Körper kontrolliert und in einer bestimmten Zeit auflöst. Zusätzliche Bestandteile der Beschichtung können beim Abbau als medizinische Wirkstoffe freisetzt werden oder den Aufwuchs von Zellen auf das Implantat begünstigen.

Weiterhin untersucht die Abteilung WZK den Einfluß korrosiver Medien auf die mechanischen Eigenschaften von Magnesium und dessen Schweißverbindungen. Vor allem rißbildende Korrosionsvorgänge, wie die Spannungs- und Schwingungsrisskorrosion und die durch die Korrosion verursachte Wasserstoffversprödung, werden analysiert.

Die Abteilung „Korrosion und Oberflächentechnik“ ist spezialisiert auf:
• elektrochemische Korrosionsuntersuchungen,
• die Entwicklung korrosionsschützender Beschichtungen für Magnesiumkomponenten,
• die Aufklärung korrosionsbedingter Schadensursachen,
• die systematische Analyse von Oberflächen,
• Auslagerungsversuche unter Korrosionsbedingungen,
• Prüfungen zur Wasserstoffversprödung, Spannungs- und Schwingungsrisskorrosion nach ASTM, ESA und ISO Spezifikationen.