Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Wednesday, 08-Feb-2012 19:44:03 CET
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Laserschweissen im Institut für Werkstoffforschung / Laser Beam Welding at the Institute of Materials Research

Das Institut für Werkstoffforschung

Im Institut für Werkstoffforschung des Helmholtz-Zentrum Geesthacht in Geesthacht arbeiten mehr als 160 Mitarbeiter in den 4 Geschäftsbereichen "Werkstoffmechanik", "Werkstoffphysik", "Werkstofftechnologie" und "Magnesium Innovations Center MagIC".

Eingebunden in die Helmholtz-Forschungsbereiche "Schlüsseltechnologien" und "Struktur der Materie" entwickeln die Geesthachter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Institut für Werkstoffforschung ultraleichte Werkstoffe und innovative Prozesstechnologien für die Anwendungsfelder Luft- und bodengebundener Verkehr, Implantologie und regenerative Medizin, sowie Energiespeicherung und -umwandlung.

Luft- und bodengebundener Verkehr

Mit diesem Anwendungsfeld befassen sich gegenwärtig ca. 50% der Mitarbeiter des Instituts. Die Aktivitäten umfassen die Entwicklung von neuen Mg- und TiAl-Legierungen, die den hohen Anforderungen des Ultra-Leichtbaus Rechnung tragen, der Entwicklung von Prozesstechnologien, insbesondere Gießwalzen und Fügeverfahren zur wirtschaftlichen und Ressourcen schonenden Herstellung von Halbzeugen und Leichtbaukomponenten, sowie der Bereitstellung von experimentellen und computergestützten Optimierungs- und Bewertungsverfahren für die Gewährleistung der Zuverlässigkeit von Material und Strukturen.

Implantologie und regenerative Medizin

Im Hinblick auf die alternde Gesellschaft werden mit der Entwicklung biologisch abbaubarer Magnesium-Legierungen und Metallpulver-Spritzgussverfahren neuartige Wege zur Herstellung von medizinischen Bauteilen wie Wirbelschrauben beschritten. Mit Hilfe solcher Implantate können Mobilität und Lebensqualität bis ins hohe Alter aufrecht erhalten werden.

Energiespeicherung und -umwandlung

Für die zukünftige Wasserstoffwirtschaft werden Polymer basierte Membranen für die Wasserstofferzeugung, -abtrennung, -aufbereitung und für neuartige Brennstoffzellen erforscht. Als Speichermaterialien werden Leichtmetall-Hydride mit besonders hoher Speicherkapazität werden für mobile und stationäre Anwendungen entwickelt. Als jüngstes Themenfeld wurden neuartige nanostrukturierte Metalle aufgenommen, die hinsichtlich ihrer Möglichkeiten erforscht werden, elektrische Energie in kurzer Zeit zu speichern und verfügbar zu machen oder aktorische bzw. sensorische Funktionalitäten zu realisieren.

Charakterisierung mit Photonen und Neutronen

Ob neu entwickelte Werkstoffe halten, was Sie versprechen, wird zunehmend interdisziplinär erforscht. So werden am German Engineering Materials Science Centre (GEMS) an verschiedenen Neutronen- und Röntgen-Strahlungs-Streuinstrumenten Nano- und Mikrostrukturen in Werkstoffen oder Biomaterialien analysiert. Die Instrumente, die Neutronen nutzen, befinden sich an der Außenstelle des Helmholtz-Zentrums Geesthacht am FRM II in Garching bei München. Komplementäre Untersuchungen unter Anwendung sehr intensiver Röntgenstrahlung, der so genannten „Synchrotronstrahlung“, werden an der Hochenergie-Werkstoffforschungs-Beamline HARWI II am DORIS II Ring, an der High Energy Materials Science (HEMS), der Imaging (IBL) und der BIOSAXS Beamline am PETRA III Ring an der Außenstelle des Helmholtz-Zentrums Geesthacht am DESY in Hamburg durchgeführt.

Aktuelles aus dem Institut für Werkstoffforschung

Dr. Thomas Klassen

Helmholtz-Zentrum Geesthacht und Helmut-Schmidt-Universität vereinbaren enge Kooperation

09.12.2011 Pressemitteilung HZG und HSU Kooperation - Am Freitag, dem 9. Dezember 2011, unterzeichneten der Präsident der Helmut-Schmidt-Universität, Prof. Dr. Wilfried Seidel, und die Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser und Michael Ganß, einen Kooperationsvertrag, mit dem die beiden Einrichtungen auf Forschungsgebieten miteinander verknüpft werden, in denen sie jeweils weltweit führend sind. Gegenstand des Vertrags ist die Schaffung und gemeinsame Nutzung von Ressourcen für die Werkstoffforschung.

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Geesthachter Forschungszentrum verstärkt Zusammenarbeit mit POSCO aus Südkorea

08.11.2011 Pressemitteilung MoU mit der POSCO AG - Wirtschaftliche Leichtbauwerkstoffe für Autos oder Flugzeuge, neue Technologien für regenerative Energiesysteme – die Herausforderungen für Industrie und Wissenschaft sind derzeit sehr hoch. Um Forschung und Praxis besser zu verknüpfen, wollen die Geesthachter Wissenschaftler und die südkoreanische Company POSCO Ltd. enger miteinander kooperieren.

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Bioimplantat aus Magnesium

Vorübergehender Einsatz - Magnesiumimplantate lösen sich gezielt auf

18.10.2011 Pressemitteilung MagnIM : - Erste Prototypen von körperverträglichen Knochenimplantaten aus Magnesium sollen in den kommenden vier Jahren in dem neuen EU-Projekt „Tailored biodegradable magnesium implant materials“(MagnIM) entwickelt und getestet werden. Koordiniert wird das mit drei Millionen Euro ausgestattete Großprojekt vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG). In Geesthacht werden bereits seit längerem metallische Biomaterialien auf Titan- oder Magnesiumbasis erforscht und entwickelt. Implantate aus dem Leichtmetall Magnesium unterstützen die Knochenregeneration und lösen sich im Körper nach definierter Zeit von allein wieder auf.

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