Systemanalyse und Modellierung
Im Institutsteil „Systemanalyse und Modellierung“ beschäftigen sich verschiedene Abteilungen mit den Schlüsselfragen des Institutes für Küstenforschung:
- Wie ist der gegenwärtige Zustand der Küste und wie verändert sie sich?
- Wie beeinflusst der globale Wandel die Küstenzone?
- Wie können wir die in der Küstenzone ablaufenden Prozesse zuverlässig und kostengünstig überwachen?
Thematisch ist die Arbeit des Institutsteils in Forschungsprogramm "PACES" der Helmholtz-Gemeinschaft eingebunden, das vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht und dem Alfred-Wegener-Institut ausgearbeitet wurde. Zusätzlich werden diese Fragestellungen in Bezug auf das globale Klima bearbeitet.
Die methodischen Eckpfeiler unserer Arbeit sind
- wirklichkeitsnahe numerische Modelle für verschiedene Umweltbereiche,
- Kompetenz in statistischer Analyse von Umweltdaten und
- das Wissen über Vorkommen und Verhalten chemischer Stoffe in der Umwelt.
Diese Fähigkeiten – Modellierung, Analyse und Beurteilung – nutzen wir, um
- Zustände und Veränderungen der Umwelt in den vergangenen Jahrzehnten zu rekonstruieren.
- Szenarien zukünftiger Veränderungen infolge der sich ändernden globalen und regionalen Umweltbedingungen zu entwickeln.
Bei all diesen Überlegungen über den Zustand und die Veränderungen der Umwelt versuchen wir auch gesellschaftliche Einflussfaktoren zu berücksichtigen.
Konkrete Themen unserer Arbeit sind zum Beispiel das marine und küstennahe Windklima, Sturmereignisse, Monsterwellen, Strömungen, Transport und Ablagerung sich negativ auswirkender anthropogener Substanzen, sowie die Auswirkungen von wirtschaftlichen Veränderung im Hinterland auf die Küste.
Dies tun wir um Risiken zu ermitteln, zwischen natürlichen und anthropogenen Veränderungen zu unterscheiden und um Maßnahmen zur Anpassung an die regionalen und globalen Veränderungen zu erforschen.
Mithilfe verschiedener Partner wird das Modellierungssystem laufend erweitert, um auch Aspekte wie Schwebstoffdynamik, marine Ökosysteme, Transport chemisch aktiver Substanzen und Morphodynamik in die Modellierung einzubeziehen. Unsere laufenden Bemühungen gelten der Einführung moderner Datenassimilierungs-Techniken, die z. B. die Schließung von Datenlücken ermöglichen, aber auch operationelle Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel in der Schiffssicherheit finden.
