Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Saturday, 11-Feb-2012 11:00:27 CET
http://www.hzg.de/institute/coastal_research/structure/operational_systems/KOK/topics/index.html.de

Themenschwerpunkte der Abteilung Küstenozeanographische Messsysteme (KOK)

Die Abteilung KOK arbeitet im HGF-Programm "Polar regions and Coasts in a changing Earth System" (PACES). Unsere Arbeiten sind dort eingebettet in den Themenschwerpunkt WP4: Observation and information for coastal management
Mission: We develop and integrate observation, modelling and information processing methods for monitoring the coastal zone and provide knowledge for its management. PACES wird gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht und vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) betrieben. Ein Teil unserer eingesetzten Beobachtungsmethoden sind im Band: Observing the Coastal Sea - An Atlas of Advanced Monitoring Techniques dokumetiert.

PACES - Polar regions and Coasts in a changing Earth System


Atlas of Advanced Monitoring Techniques

Doerffer, R., Colijn, F., van Beusekom.J. (Eds.) 2008. Observing the Coastal Sea - an Atlas of Advanced Monitoring Techniques. LOICZ Reports & Studies No. 33. Geesthacht, Germany: Helmholtz-Zentrum Geesthacht Research Centre. ISSN 1383 4304.
(Copyright: 2008, Land-Ocean Interactions in the Coastal Zone, Core project of IGBP and IHDP)

Austausch zwischen Wattenmeer und Deutscher Bucht

Pfahl Ostfriesland (2005) Pfahl Ostfriesland (2005)

Die Abteilung KOK betreibt seit mehr als zehn Jahren Dauermessungen in den Wattgebieten der Deutschen Bucht mit Messpfählen, bodengebundenen Messsystemen und Waverider-Bojen. Damit sollen einerseits neue Messsysteme und Übertragungstechniken erprobt werden, andererseits werden die so gewonnenen Zeitreihen in Bezug auf Austauschvorgänge zwischen Wattenmeer und Deutscher Bucht analysiert. Mit den Bojen werden seegangsrelevante Parameter gemessen, die bodengebundenen Messsysteme hingegen erfassen ozeanographische Zustandgrößen wie Druck, Temperatur, Leitfähigkeit, Strömung,und Trübung. Auf den Messpfählen werden darüberhinaus Fluoreszenz, photosynthetisch aktive Strahlung, pH-Wert, Sauerstoffgehalt und atmosphärische Parameter wie Druck, Temperatur, Windgeschwindigkeit, relative Feuchte, Globalstrahlung, und Niederschlag registriert.

COSYNA (Coastal Observing System for Northern and Arctic Seas)

Untersuchungen horizontaler und vertikaler Repräsentativität von Routinebeobachtungen in der Deutschen Bucht

Schleppfisch MKII Schleppfisch MKII

Im Rahmen des „Integrated Coastal Observation Network“ ICON sollen u.a. grundsätzliche Fragen von horizontaler und vertikaler Repräsentativität und notwendiger räumlich-zeitlicher Messdichte in der Nordsee und im Wattenmeer in gezielten Beobachtungskampagnen untersucht werden. Hierzu wird ab dem Herbst 2008 eine undulierende Schleppsonde bei spezifischen Messkampagnen eingesetzt werden. Das eingesetzte System ist vom Typ Scanfish MK II der Firma EIVA. Neben einer CTD-Ausrüstung sind Sensoren zur Untersuchung der Verteilung und Zusammensetzung von Phytoplankton und abiotischen Schwebstoffen integriert. Spezifische Untersuchungen befassen sich z. B. mit dem Verständnis der Lage des Phytoplanktonmaximums in der Deutschen Bucht oder der Bedeutung der vertikalen Dichteverteilung für die Datenassimilation in regionalen operationellen Beobachtungssystemen.

Kartierung von Lebensräumen am Meeresboden mit geoakustischen Verfahren

Habitatkartierung Oosterschelde Habitatkartierung Oosterschelde

Die Kartierung von schützenswerten Lebensräumen am Meeresboden ist eine wichtige Aufgabe im Rahmen der immer intensiveren Nutzung der küstennahen Meeresgebiete. Nur mit Schallwellen, ausgesendet von Fächerecholoten oder Seitensicht-Sonar Geräten, kann der tiefere Meeresboden flächenhaft in hoher Auflösung erfasst werden. Dabei wird aus der Laufzeit der Fächerlotsignale eine detaillierte Topographie des Meeresbodens erzeugt. Aus der Stärke der zurückgetreuten Signale erschließt sich die Beschaffenheit des
Meeresbodens. Optisch oder durch computergestützte statistische Analyse der Meeresboden-Rückstreukarte können Bereiche unterschiedlicher Sedimentbedeckung oder Gebiete mit besonderen Faunen und Floren abgegrenzt werden. Die genaue Bestimmung der Lebensräume muss durch Probennahmen oder Videobefahrungen erfolgen.

Wissenschaftliche Monitoringkonzepte für die Deutsche Bucht (WIMO)

Langzeitbeobachtungen morphodynamischer Prozesse mit Fächerecholotsystemen an der Küste

Bodenvermessung mit Fächerecholot Bodenvermessung mit Fächerecholot

Fächerecholotsysteme ermöglichen die flächendeckende Rekonstruktion des Meeresbodenreliefs im Flachwasserbereich mit einer Genauigkeit und Reproduzierbarkeit von weniger als einem Dezimeter. Durch wiederholte Messungen des gleichen Gebietes können dabei die Bewegungen von Unterwasserdünen auf Skalen von wenigen Metern bis zu Hunderten von Metern präzise verfolgt werden. Fragestellungen bei der Abteilung KOK umfassen die langjährige Verlagerung verklappten Materials vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns und den Sandtransport im Bereich der Nordspitze der Insel Sylt. Dabei stellen die Fächerecholotmessungen in ihrer Genauigkeit und hohen Auflösung eine komplementäre Referenzmessung für parallel laufende Dauermessungen mit einem landgestützten Wellenradar der Abteilung KOR dar.