
Fernerkundung
Die Küstengebiete der Erde lassen sich weltweit großflächig vom Satelliten aus beobachten. Die Abteilung „Bio-Optische Fernerkundung“ benutzt eigene Verfahren mit denen sich die optischen und biogeochemischen Eigenschaften des Meerwassers aus Satellitendaten bestimmen lassen, hierzu gehören die Streu- und Absorptionseigenschaften, die Transparenz, sowie die Konzentrationen des Phytoplanktons, der Gelb- und Schwebstoffe. Diese speziell für optisch komplexe Gewässer entwickelten Auswerteverfahren sind insbesondere bei der Europäischen Raumfahrtagentur ESA zur Analyse und Bewertung von Satellitenbilddaten im Einsatz; sie liefern wichtige Umweltinformationen aus dem Küstengebiet. Die Daten geben z.B. Aufschluss über das Auftreten von Algenblüten, deren Häufigkeit sich im Zuge des Klimawandels verändern könnte.
Die Entwicklung und Benutzung der Verfahren erfordert umfangreiche und präzise Messungen der optischen Eigenschaften des Meerwassers sowie Strahlungstransport-simulationen für diese speziellen Wassertypen. Hierzu werden optische Modelle und Messmethoden entwickelt, verbessert und angewandt.
Mittlerweile liegen Satellitendaten aus mehrere Jahrzehnten vor, die hinsichtlich natürlicher und anthropogener Klimaveränderungen ausgewertet werden. Zukünftige Satellitenmissionen werden diese Daten weiter ergänzen.

