23.11.2009 Pressemitteilung GKSS-Forschungszentrum Geesthacht
Die Bewohner der Nordseeküste befürchten mehr Sturmfluten
GKSS-Umfrage: 92% wollen die Region für die Zukunft schützen
Trotz steigender Gefahr: Eindruck von Sicherheit
Die GKSS-Abteilung „Sozioökonomie des Küstenraumes“ untersucht das Umwelt- und Gefahrenbewusstsein der Menschen an der norddeutschen Küste. Diese Erkenntnisse tragen dazu bei, die gesellschaftlichen Anpassungen an den Klimawandel und ein nachhaltiges Management der Küstenregion zu ermöglichen.
Insgesamt 76% der Befragten fürchten vor allem eine steigende Zahl von Sturmfluten und Überschwemmungen. Trotz der wahrgenommenen Sturmflutgefahr werden von der Mehrheit der Bevölkerung die existierenden Küstenschutzmaßnahmen als ausreichend wahrgenommen. Als weitere Gefahren für die Region werden der zunehmende Auto- und Schiffsverkehr, die Umweltverschmutzung sowie der Massentourismus genannt.
Begeisterung für Norddeutschland
Die norddeutsche Landschaft vermittelt ein Gefühl von Freiheit
„Die Nordseeregion ist wie ein wunderbarer, flacher Pfannkuchen – am schönsten ist dabei der Rand“
Die aktuelle GKSS-Umfrage macht sehr deutlich, dass die Befragten ihre Region als einzigartige und wunderschöne Heimat empfinden. Sie wird als „Wohlfühloase“ wahrgenommen, bei der die Weite der Landschaft, das Watt und das Meer ein besonderes Gefühl der Freiheit vermitteln: „Die Nordseeregion ist wie ein wunderbarer, flacher Pfannkuchen – am schönsten ist dabei der Rand“, so beschreibt einer der Befragten die Region. Diese Besonderheit wollen die Küstenbewohner für zukünftige Generationen bewahren. So befürworten insgesamt 79% der Befragten Naturschutzgebiete, in denen die menschliche Nutzung stark eingeschränkt werden soll.
Hintergrund zur Meinungsumfrage & weitere Informationen
Download des Berichts: Heimat, Umwelt und Risiko an der deutschen Nordseeküste (zweite Auflage 2010)
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