Der Küstenraum ist Gegenstand gesellschaftlicher Auseinandersetzungen über den „richtigen“ Umgang mit dieser Landschaft. Eine extreme Position sieht die Küste nur als Gelegenheit für die Ausbeutung von Bodenschätzen und Energie, während eine andere extreme Position weite Teile der Küste sich selbst überlasen will, um Ökosysteme sich ungestört entwickeln zu lassen. Hinter diesem Spektrum an Positionen stehen kulturell und sozial konditionierte Vorstellungen und Wahrnehmungen über die Dynamik, die Rolle und Werte der Küste. In dem Projekt „Küstenbilder, Bilder der Küste“ ist eine Bestandsaufnahme dieser Vorstellungen und Wahrnehmungen versucht worden - dies sind vor allem: Nützlicher Raum, vom Menschen gefährdete Natur, natürlicher Ort, durch den Menschen gestalteter Raum, Gegenstand widersprüchlicher lokaler und externer Interessen, Gefährdung durch Naturgefahren, berechenbarer und damit planbarer Gegenstand, Teil des globalen Erdsystems.
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